Am 17. März fand das Forum Hochschulbau 2026 Vom Raum zur Ressource –Hochschulflächen als strategischer Faktor in einem digitalen Format statt und brachte insgesamt 171 Interessierte aus Hochschulen, Planung, Verwaltung und Forschung zusammen. Die große Resonanz und die aktive Beteiligung der Teilnehmenden zeigte, wie relevant das Thema Hochschulbau und Flächenentwicklung für die strategische Ausrichtung hochschulischer Aktivitäten ist.
Deutlich wurde, dass Hochschulen vor vielfältigen und sich überlagernden Herausforderungen stehen: Digitalisierung, veränderte Arbeits- und Lernformen, finanzielle Restriktionen sowie steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Flächeneffizienz. Raum ist dabei mehr als bauliche Infrastruktur – er ist zentraler Hebel für strukturelle und organisatorische Veränderungen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand daher die Frage, wie Raum gezielt als Element der Hochschulentwicklung genutzt werden kann.
Die inhaltliche Bandbreite der fünf Impulse reichte dabei von städtebaulichen Ansätzen bis hin zu konkreten Anwendungsbeispielen von New Work. Anhand aktueller Studien und Projekte wurde aufgezeigt, wie Hochschulen Flächen strategisch planen, baulich umsetzen und in übergeordnete Entwicklungsprozesse integrieren können. So stellte Martin Spalek die Initiative „Campus Zukunft“ vor, eine gemeinsame Initiative von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg, die darauf abzielt, den Weg einer kooperativen Hochschulentwicklung im Land gemeinsam zu gestalten. Daran anschließend referierte Dr. Joachim Liers von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz – unter Bezug auf Ulrike Pirron und Christina Kochs – über das städtebauliche Leitbild der JGU Mainz, das den Campus als Teil des gesamtstädtischen Systems sieht.
Cornelia Fuhrmann von der Universitätsmedizin Halle präsentierte das Projekt „Theoretikum“, das als Brückenprojekt zwischen strategischer und baulicher Hochschulentwicklung angelegt ist. Im Anschluss zeigte Marieke Prilop von der Universität Hildesheim in ihrer Rolle als Projektmanagerin New Work auf, wie Räume und Formen der Zusammenarbeit an der Universität neu gedacht werden.
Den Abschluss bildete der Vortrag von Prof. Dr. Thilo Harth und Matthias Dieler von der Fachhochschule Münster, die ihr partizipatives Projekt „Ein Haus für Studierende an der FH Münster“ vorstellten und Einblicke in die Umsetzung sowie zentrale Erkenntnisse aus dem Prozess gaben.
Besonders erfreulich war die rege Beteiligung der Teilnehmenden: Die Möglichkeit, im Anschluss an die Beiträge Fragen an die Referent:innen zu stellen wurde intensiv genutzt. Fragen wurden vertieft, Erfahrungen ausgetauscht und unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt. Der lebendige Austausch unterstrich den hohen Bedarf an Orientierung und Dialog in einem sich dynamisch wandelnden Themenfeld. Das spornt uns an, das Forum Hochschulbau weiterzuführen – wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung.
Die Präsentationen zu den Vorträgen können unter folgendem Link abgerufen werden: https://medien.his-he.de/veranstaltungen/forum-hochschulbau-2026/
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